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Samstag, 7. Mai 2011

„Terrassendächer sind der Renner“

Markisen Bonke produziert seit 2007 im Gewerbegebiet Westtangente


Die Gewerbeschau will Markisen Bonke nutzen, um in Ganderkesee einen größeren Bekanntheitsgrad zu erlangen. Vor dem Umzug war das Familienunternehmen in Bookholzberg ansässig.

Planung, Montage und Kundendienst aus einer Hand: Endy und Tanja Bonke liegt der persönliche Draht zu ihren Kunden am Herzen. Seit 2007 sind die beiden mit ihrem Familienunternehmen Markisen Bonke in Ganderkesee an der Gustav-Weißkopf-Straße im Gewerbegebiet Westtangente ansässig. Zuvor hatte das Ehepaar sein Geschäft drei Jahre in Bookholzberg. Die Produktpalette reicht von Markisen, Terrassendächern, Rolläden und Insektenschutz über elektrische Garagentore bis hin zu Anhängerplanen. Letztere fertigt das Unternehmen in eigener Produktion in der Halle neben den Verkaufsräumen.
Insgesamt vier Mitarbeiter, darunter ein Auszubildender zum technischen Konfektionär, kümmern sich um die Wünsche der Kunden. Die haben sich im Laufe der Zeit geändert, hat Tanja Bonke beobachtet. „Terrassendächer sind der Renner“, berichtet sie. Sie lösten die klassische Markise mehr und mehr ab. „Die Leute wollen länger draußen sitzen und nicht sofort ins Haus müssen, wenn es anfängt zu regnen.“ Heute sei sogar der Einsatz von Heizstrahlern unter den Dächern möglich, sodass auch kühle Frühlingsabende kein Grund seien, um nicht draußen zu sitzen. Die meisten Kunden entschieden sich erst einige Zeit nach dem Bauen für Terrassendächer oder Markisen. „Das ist etwas, was man immer nachholen kann“, sagt Bonke.
Für das Unternehmen, das Produkte aller gängigen Markenhersteller anbietet, ist im Frühjahr Hochsaison. Passend dazu haben sich Bonkes zum ersten Mal entschieden, an der Gewerbeschau in Ganderkesee teilzunehmen. „Wir wollen uns bei den Ganderkeseern mit unserem Geschäft vorstellen, da wir bisher noch nicht so bekannt sind“, erklärt die Unternehmerin. Während der Schau können Besucher Markisen, Terrassendächer, Rolläden und Garagentore direkt am Stand besichtigen. Danach folgt die Qual der Wahl: Mehr als 100 Farben stehen allein bei Markisenstoffen und Co zur Auswahl.

Quelle: www.dk-online.de

Freitag, 6. Mai 2011

Keine Gefahr fürs Gymnasium

Bislang hatte die Gemeindeverwaltung darauf verzichtet die detaillierten Ergebnisse der Elternbefragung zu einer möglichen Oberschule zu veröffentlichen. Doch gestern gab der Erste Gemeinderat, Rainer Lange, die Zahlen der Umfrage, die im nördlichen Gemeindebereich an den Grundschulen Bookholzberg, Schierbrok und Heide durchgeführt worden war, bekannt.

"Wenn man den Mittelwert nimmt, wollen noch 31,9 Prozent der Eltern ihre Kinder zum Gymnasium Ganderkesee schicken", sagte Lange. "Dadurch fällt das Gymnasium zwar auf eine Dreizügigkeit zurück, aber es ist weiterhin sichergestellt, dass es in Ganderkesee eine Oberstufe geben wird." Die Prognosen wurden bis 2021 aufgestellt, und bis dahin sei das Gymnasium in jeden Fall gesichert, meinte Lange. Deshalb wolle man die Anträge, die der Gemeinderat bereits beschlossen hat, aufrecht erhalten. Nach den Vorstellungen der Gemeinde soll es in Bookholzberg eine Oberschule mit gymnasialen Angebot geben, in Ganderkesee dagegen eine Oberschule ohne diesen Zweig. Die Schüler, die solch eine Schule in Bookholzberg besuchen würden, müssten nach der zehnten Klassen ans Gymnasium wechseln, um dort das Abitur machen zu können. "Deshalb wäre es schön, wenn es eine enge Kooperation zwischen der Oberschule und dem Gymnasium geben würde, wenn es denn so kommt", erklärte Lange.

Die meisten Rückantworten - nämlich 107 - kamen von den Eltern, deren Kinder zurzeit die vierte Klasse zu besuchen. 176 Fragebögen wurden abgeschickt. Das Ergebnis zeigt, dass 30 Prozent der Eltern ihre Kinder auf eine Oberschule ohne Gymnasialzweig schicken würden, 29 auf eine Oberschule mit diesem Angebot und 33 auf das Gymnasium Ganderkesee. Acht Prozent möchten ihr Kind dagegen auf einer anderen Schule, wie einer Gesamtschule, sehen.

Quelle: www.weser-kurier.de

Donnerstag, 5. Mai 2011

41-Jährige trotzt der Anonymität

Simone Schan recherchiert über Gefallene und Vermisste aus Rethorn

Die Zahl übersteigt das Vorstellungsvermögen. 55 Millionen Menschen sind, Schätzungen zufolge, durch den Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen. Viele Namen sind auf Denkmalen nachzulesen, viele nicht. Eine 41-jährige Rethornerin hat sich jetzt zum Ziel gesetzt, an einige der Toten zu erinnern, ihre Namen aus der Anonymität langer Listen herauszuholen: Simone Schan plant eine Veröffentlichung über die im Zweiten Weltkrieg Gefallenen und Vermissten aus dem Ort Rethorn.
Schon seit langem befasst sich die Rethornerin mit der jüngeren deutschen Geschichte, seit etwa 20 Jahren mit der Familienforschung. So sind Adressen wie die des DRK-Suchdienstes in München, der Wehrmachtsauskunftsstelle in Berlin oder die Online-Datenbank des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ihr durchaus vertraut.

Letztere hatte auch den Anstoß zu ihrem Vorhaben gegeben. „Im Februar“ sei’s gewesen, als sie eine E-Mail vom Volksbund erhielt, dass jetzt in der Datenbank auch mit Geburtsorten gesucht werden könne. Gesagt, getan: Simone Schan gab „
Rethorn“ ein – und war überrascht: 17 Namen seien erschienen, weitere seien unter „Kamern“ aufgelistet gewesen. Was der 41-Jährigen sofort klar war: Das dürften nicht alle gewesen sein. Denn „fast jedes Haus“, so wusste sie, „hatte einen Kriegstoten oder Vermissten zu beklagen“. Also entschied sich die Rethornerin zu forschen, zum Beispiel in alten Kirchenbüchern. 

„Ich will versuchen, den gefallenen und vermissten Rethornern ein Gesicht zu geben“, beschreibt sie ihr Ziel. So begann sie zunächst bei ihr bekannten Angehörigen, nach Lebensgeschichten oder Bildern zu fragen. Was ihr auffiel: Mitunter sei kaum Schriftverkehr vorhanden. Warum? „Aus Angst vor den Alliierten haben manche sämtliches Schriftgut, das im Zusammenhang mit Nazi-Deutschland steht, vernichtet.“ Da gebe es dann nur mehr Bilder. Ihr Vorhaben hat die 41-Jährige bereits dem Ortsverein Rethorn und auch Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas vorgestellt. Positiv sei das Echo gewesen – übrigens auch von betroffenen Familien: „Niemand hat gesagt, er habe kein Interesse.“

Das Ergebnis ihrer Recherchen will Simone Schan – nach Abstimmung mit den jeweiligen Angehörigen – in gebundener Form veröffentlichen. Wer sie mit Unterlagen oder Bildern unterstützen kann, den bittet sie, sich mit ihr in Verbindung zu setzen (Telefon  04223/600).

Dienstag, 3. Mai 2011

Dieb schlägt in Kita zu

Mehrere hundert Euro Schaden hat ein Dieb am gestrigen Montag im Bookholzberger Kindergarten St. Bernhard angerichtet. Der Täter nutzte laut Polizei die Ablenkung während der Bringzeit zwischen 8.30 und 9 Uhr, um eine Geldbörse aus dem Leitungsbüro zu stehlen.

Die Polizei bittet um Hinweise auf Personen, die unberechtigt in der Kita unterwegs waren, unter der Nummer (0 42 23) 30 02.

AWo-Ortsverein will wieder raus aus Schlamassel

Holger Dienst
Das große Schiff „AWo Bookholzberg“, nach einem Untreue-Verdacht in schwere See geraten, steuert wieder ruhigere Gewässer an.

Den zurzeit vakanten Posten des „Kapitäns“ will Holger Dienst übernehmen – Vorstandsmitglied des AWo-Kreisverbandes Oldenburg-Vechta und bislang Beiratsmitglied der AWo Bookholzberg. Bei der Jahreshauptversammlung am Montag, 16. Mai, soll der 53-jährige Bookholzberger zum neuen Vorsitzenden gewählt werden.

Was vorher passiert war: Im März waren bei einer Kassenprüfung beim AWo-Ortsverein Bookholzberg „Unregelmäßigkeiten“ aufgefallen. Ein vierstelliger Betrag (dem Vernehmen nach 5000 Euro) sei „nicht satzungsgemäß verwendet“ worden. Für das Geld habe es auch keinen Darlehensvertrag mit dem AWo-Ortsverein gegeben.

In der Folge nahm der langjährige Vorsitzende Andreas Kowitz seinen Hut. Kassierer Horst Schnisa kündigte an, für sein Amt künftig nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Mittlerweile sei sichergestellt, dass dem Ortsverein kein finanzieller Schaden entstehe, hatte AWo-Kreisgeschäftsführer Thomas Heinrich vor kurzem erklärt. Es habe auch keinen einzigen Austritt gegeben, ergänzte die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Maria Schnisa am Montag.

Das vakante Amt des Vorsitzenden soll bei der Jahreshauptversammlung am 16. Mai (18 Uhr, Schwarzes Ross) durch eine Nachwahl wieder besetzt werden. Wie Maria Schnisa ausführte, sei ein neuer Kassenwart noch nicht gefunden. Alle weiteren Vorstandsmitglieder würden in ihren Ämtern weitermachen – also bleiben Rosemarie Grams Schriftführerin und Kira Dienst stellvertretende Schriftführerin. Beisitzer bleiben Elke Buschmann, Dörte Kläner, Dietlinde Schünemann und Dagmar Krampert.

Schön wäre es, wenn sich noch weitere Mitglieder bereiterklären würden, für das Amt eines Beisitzers zu kandidiere, sagte Maria Schnisa. Insgesamt habe der AWo-Ortsverein mehr als 200 Mitglieder.

Enno Götze-Taske, Vorsitzender des AWo-Kreisverbandes Oldenburg-Vechta, zeigte sich sehr zufrieden mit der Kandidatur von Holger Dienst und dem Weitermachen der weiteren Vorstandsmitglieder. „Wir kriegen das Ding wieder in den Griff.“ Er gehe davon aus, dass die „gute Arbeit der AWo in Bookholzberg weitergeführt wird“.

Montag, 2. Mai 2011

Vergesslichkeit kostet das Autoradio

Manche Autofahrer sind ganz offensichtlich leichtsinnig – oder sehr vergesslich. Auf jeden Fall ist, wie die Polizei am Sonntag mitteilte, in der Nacht zum Sonnabend ein Pkw an der Stenumer Straße abgestellt worden, ohne die Türen zu verriegeln. Die Folge: Als der Besitzer am nächsten Tag wieder ins Auto stieg, herrschte bedrückende Stille. Unbekannte hatten Gefallen an dem Autoradio gefunden und es kurzerhand ausgebaut. Nach Angaben einer Polizeisprecherin liegt der Schaden allerdings nur bei etwa 80 Euro.

Freitag, 29. April 2011

Verkleinerung des Deckels vergrößert die Bedenken

Gute Idee oder ein Fall für den Papierkorb? Beim jüngsten Vorstoß der Bahn zur Sicherung ihrer früheren 30-Hektar-Deponie in Bookholzberg scheiden sich die Geister. Denn sehr umstritten ist, ob man das Risiko eingehen und Abfall „umschichten“ sollte, um dadurch die Deponiefläche zu verkleinern. Fest steht: Es werde im Mai erneute Gespräche der Bahn mit den Genehmigungsbehörden und der Gemeinde Ganderkesee geben, wie Bahn-Pressesprecherin Sabine Brunkhorst sagte.

Die Idee der Bahn war nach Mitteilung des Ganderkeseer Umweltschutzbeauftragten Carsten Wünker bereits im Januar dem Fachausschuss für Straßen, Verkehr, Umweltschutz und Landwirtschaft vorgestellt worden. Der Inhalt: Die Bahn möchte den Müll aus einem etwa fünf Hektar großen Deponie-Teilbereich zwischen der Straße Zur Wolfskammer und der Bahnlinie auskoffern und auf die übrige Deponiefläche kippen. Das würde unter anderem bedeuten, dass der Deckel, mit dem der Deponiekörper bedeckt werden soll, deutlich kleiner ausfallen könnte. Auch könnte die Nachsorge für den Teilbereich entfallen.

Wünker machte keinen Hehl daraus, dass er eine Umsetzung der Bahn-Idee für sehr problematisch hält. Es sei nicht in Gänze bekannt, auf welche Stoffe man da bei einem Umschichten treffen würde und wie giftig diese sind. Wünker verwies darauf, dass Stäube zu befürchten seien – und dass es Wohnbebauung in der Nähe gibt.

Im Übrigen sei die von der Bahn gewünschte Änderung „grundlegend“. Will heißen: Nach Ansicht der Gemeinde wäre ein neues, aufwendiges Planfeststellungsverfahren notwendig.